8. Einbau einer Festplatte
Achtung! Die folgenden Seiten sind als Erfahrungsbericht und NICHT als Bauanleitung zu verstehen! Möglicherweise weichen Ihre Erfahrungen davon ab oder ein Nachbau führt nicht zum gleichen Ergebnis. Alle hier gemachten Angaben sind ohne Gewähr. In keinem Fall übernehme ich irgendwelche Haftung für Schäden, die durch den Nachbau oder durch Nachahmung meiner Beschreibung evtl. entstehen. Die von mir ausgewählten Einzelkomponenten habe ich ausschließlich für mich, für meine Zwecke, für optimal befunden. Dies bedeutet nicht, dass diese Komponenten generell als optimal anzusehen oder besser als die anderer Hersteller sind.
Bei einem anderen, früheren Rechner kam ich einmal auf die Idee, die Festplatte einfach lose auf ein Stück Schaumstoff auf den Boden des Computer-Gehäuses zu legen. Vorteile: Die Festplatte kann keine Schwingungen mehr an das Gehäuse übertragen (moderne, schnell drehende Festplatten können gewaltig nerven!) und die Platte liegt im theoretisch kühlsten Teil des Rechners - nämlich ganz unten. Dort kann sie ihre Wärme frei nach oben in den Rechnerraum abgeben. Nachteil: man muss beim Transport des Rechners natürlich daran denken, dass dort eine nicht festgeschraubte Platte drin liegt. Aber wer transportiert schon ständig seinen Rechner?
Das Problem der nicht verschraubten Festplatte habe ich nun folgendermaßen gelöst: Ich klemmte die Platte einfach mit Gummis auf zwei Bleche, die es beim Zimmerer-Bedarf im Baumarkt gibt. Die Bleche wiederum fixiere ich mit selbstklebenden Klett-Punkten am Gehäuseboden.
Trotz bereits eingebauter Festplatte, konnte ich die Anschlüsse für Lautsprecher, Netzschalter und LEDs noch relativ bequem anstöpseln. Den Reset-Taster habe ich bewusst nicht angestöpselt! Dies deshalb nicht, weil der nämlich ganz unten am Gehäuse sitzt, mein Rechner auf dem Boden stehen sollte und mir die Gefahr einfach zu groß war, dass ich mal aus Versehen mit dem Fuß (oder dem Papierkorb?) einen Reset durchführe. Außerdem wüsste ich nicht, wann ich in den letzten fünf Jahren mal einen Reset gebraucht, bzw. durchgeführt hätte ...
Da ich in meinem Fundus noch einen alten Prozessor-Kühlkörper fand, habe ich den noch mit den Gummis auf die Festplatte geklemmt (Abb. 19, rechts).
Das eingangs angesprochene, im Internet oft berichtete angebliche Problem, dass das ASUS-Board Schwierigkeiten mit SATA-Festplatten hätte, kann ich nicht bestätigen. Vielleicht hatten die Leute deshalb Schwierigkeiten, weil im Setup standardmäßig "RAID" eingestellt ist und dafür wahrscheinlich zwei Festplatten angeschlossen sein müssen. Stellt man das "Raid" auf "IDE" um, werden SATA-Platten problemlos gefunden und arbeiten zuverlässig.