3. CPU-Lüfter Thermaltake "Big Typhoon"

Achtung! Die folgenden Seiten sind als Erfahrungsbericht und NICHT als Bauanleitung zu verstehen! Möglicherweise weichen Ihre Erfahrungen davon ab oder ein Nachbau führt nicht zum gleichen Ergebnis. Alle hier gemachten Angaben sind ohne Gewähr. In keinem Fall übernehme ich irgendwelche Haftung für Schäden, die durch den Nachbau oder durch Nachahmung meiner Beschreibung evtl. entstehen. Die von mir ausgewählten Einzelkomponenten habe ich ausschließlich für mich, für meine Zwecke, für optimal befunden. Dies bedeutet nicht, dass diese Komponenten generell als optimal anzusehen oder besser als die anderer Hersteller sind.


Dem wahrlich gewaltigen Big Typhoon liegen Montageteile und -anleitung bei.
Zunächst habe ich getestet, ob denn der BT überhaupt auf das Board und alles zusammen ins Gehäuse passt. Im Internet findet man nämlich eine Menge Klagen, dass viele Lüfter nicht auf das ASUS-Board passen, weil der Nortbridge-Kühlkörper (s. Abb. 6: das silberne Ding mit den Lamellen, links neben dem TB) zu nah am Prozessorsockel angebracht sei. Dank der ungewöhnlichen Konstruktion des TB gibt's diesbezüglich aber keinerlei Probleme! Der TB an sich ist zwar riesig, seine Auflagefläche aber vergleichsweise klein. Auch die Gesamthöhe von 16 cm stellte für mein Coolermaster-Gehäuse kein Problem dar.
Die im Internet oft beschriebene zu rauhe Oberfläche der Kupfer-Auflageplatte (s. Abb. 7, Bild links) kann ich bestätigen. Ich habe diese erstmal mit 400er Schleifpapier vorsichtig (feucht) nachgeschliffen. Dann habe ich den Lüfter abgeschraubt, weil meine Planung ja vorsah, das System umzudrehen: statt die Luft AUF den Kühlkörper zu blasen, sollte diese vom Kühlkörper weg, direkt aus dem Gehäuse raus, transportiert werden. Bevor ich den Lüfter umgekehrt wieder aufgeschraubt habe, habe ich zwischen Kühlkörper und Lüfter noch Gummistreifen gelegt, um eine Übertragung von Vibrationen zu vermindern.
Gemäß Gebrauchsanweisung des Big Typhoons, beginnt dessen Montage mit der Anbringung der Konterplatte auf der Rückseite der Hauptplatine. Man orientiert sich bei der Montage an den beiden Bohrungen, die man durch das Abschrauben der Lüfterhalterung (s. Abb. 4) freigelegt hat. Auf eine Lage Moosgummi wird eine Plastikplatte aufgeklebt und auf diese wiederum die Metallplatte.
Dann steckt man die beiden M3-Schrauben durch die Löcher, dreht das Board um und fixiert die Schrauben mit den Messingmuttern. Achtung! hier nicht zu doll festdrehen, da die isolierenden Unterlagscheiben schnell kaputt gehen (s. Abb. 9, Bild links). Dann den Prozessor (hauchdünn!) mit Wärmeleitpaste bestreichen, den Big-Typhoon aufsetzen und mit der zweiten Metallplatte festschrauben. Ich habe statt der Mini-Eisen-Muttern die übrig gebliebenen beiden Messing-Muttern genommen - das war beim Festziehen etwas weniger Fummelei. Die Frage, WIE fest man die Muttern anziehen soll, wird leider weder in der Beschreibung, noch im Internet beantwortet. Ich habe mich dabei auf mein Gefühl verlassen und die Muttern NUR mit der Hand, also ohne Werkzeug festgezogen.
Die vielen Beschreibungen im Internet, wonach die Montage des Big Typhoons sehr zeitaufwändig und nervenaufreibend sei, und man am besten einen Helfer bemühen sollte, kann ich nicht bestätigen. Natürlich wird es einfacher zu montierende Lüfter geben; sooo wild, wie das viele beschrieben haben, fand ich die Montage aber nun wirklich nicht.

Weiter: » 4. Einbau ins Gehäuse




©2007: ki-werkstatt®, Holger Tuttas. All rights reserved. Alle Rechte vorbehalten.     Impressum     26311 Besucher